Überstundenvergütung diskriminiert Frauen

Nach einem jet­zt verkün­de­ten Urteil des Europäis­chen Gericht­shofs stellt eine Über­stun­den­vergü­tung, nach der teilzeitbeschäftigte Beamte weniger Lohn erhal­ten als vol­lzeitbeschäftigte Beamte eine Ungle­ich­be­hand­lung dar.

Überstundenvergütung diskriminiert Frauen

Die Klägerin des Aus­gangsver­fahren, Frau Voß, erhielt als teilzeitbeschäftigte Lehrerin für geleis­tete Über­stun­den weniger Gehalt als ihre vol­lzeitbeschäftigten Kol­le­gen. Seien von solch ein­er Regelung erhe­blich mehr Frauen als Män­ner betrof­fen, so urteilte der EuGH, stelle dies eine mit­tel­bare Diskri­m­inierung von Frauen dar. Gebe es hier­für keine sach­liche Recht­fer­ti­gung, so sei diese Ungle­ich­be­hand­lung von Frauen und Män­nern nicht mit dem Gemein­schaft­srecht zu vere­in­baren. Um diese Fra­gen zu klären, wurde die Sache an das Bun­desver­wal­tungs­gericht zurück­ver­wiesen.

Gericht­shof der Europäis­chen Gemein­schaften, Urteil vom 6. Dezem­ber 2007 — C‑300/06