e‑Curia beim EuGH

Beim Gericht­shof der Europäis­chen Union ste­ht nun ein elek­tro­n­is­ches Date­naus­tauschsys­tem “e‑Curia” zur Ver­fü­gung, um die Gericht­sar­beit effizien­ter zu gestal­ten.

e‑Curia beim EuGH

Unter e‑Curia ver­ste­ht man einen neuen kosten­losen Dienst für die Vertreter der Parteien vor den drei Gericht­en, aus denen sich der Gericht­shof der Europäis­chen Union zusam­menset­zt. Kün­ftig kön­nen alle Ver­fahrenss­chrift­stücke mit den Kan­zleien der Gerichte auf elek­tro­n­is­chem Weg über eine sichere Verbindung aus­ge­tauscht wer­den. Die Anwälte und die Bevollmächtigten der Mit­glied­staat­en sowie der Organe, Ein­rich­tun­gen und son­sti­gen Stellen der Union, die diese Anwen­dung nutzen, brauchen die Ver­fahrenss­chrift­stücke nicht mehr in Papier­form zu über­mit­teln und sind vom Erforder­nis der Vor­lage beglaubigter Abschriften der Schrift­stücke befre­it.

In der Anwen­dung e‑Curia man­i­festiert sich der Wille des Gericht­shofs, das Poten­zial der Infor­ma­tion­stech­nolo­gien best­möglich zu nutzen, um seine Effizienz im Inter­esse der Rechtssuchen­den zu steigern.

Um e‑Curia nutzen zu kön­nen, muss die Eröff­nung eines Zugangskon­tos beantragt wer­den; daran inter­essierte Per­so­n­en find­en das erforder­liche For­mu­lar online im Inter­ne­tange­bot des EuGH.