Sitzlandbesteuerung

Die EU-Kom­mis­sion hat zum Jahreswech­sel eine Mit­teilung zur Unternehmens­besteuerung veröf­fentlicht, in der sie Mit­glied­staat­en sowie kleinen und mit­tleren Unternehmen vorschlägt, sich an einem Pilot­pro­jekt “Sit­z­landbesteuerung” zu beteili­gen, das fünf Jahre lang laufen soll.

Sitzlandbesteuerung

Hier­bei sollen die Gewinne ein­er Unternehmensgruppe, die in mehr als einem Mit­glied­staat tätig ist, nach den Regeln eines einzi­gen Unternehmens­besteuerungssys­tems ermit­telt wer­den, und zwar nach denen des Sit­z­lan­des der Mut­terge­sellschaft. Eine Har­mon­isierung des Kör­per­s­teuer­satzes ist hinge­gen nicht angedacht. Vielmehr soll jed­er beteiligte Mit­glied­staat den Teil des Gewinns, der auf die Tätigkeit des in seinem Gebi­et ansäs­si­gen Unternehmens ent­fällt, weit­er­hin mit dem Kör­per­schaftss­teuer­satz seines Staates bele­gen. Dieser Gewin­nan­teil soll durch einen Aufteilungss­chlüs­sel ermit­telt wer­den.

Bleibt abzuwarten, ob dieser Vorschlag umge­set­zt wird. Den Buch­führungs- und Abschlus­saufwand würde dadurch für viele Unternehmen jeden­falls nicht uner­he­blich gemindert. Auch ergäben sich durch geschick­te Kom­bi­na­tio­nen von z.B. deutschen Bilanzierungsregeln mit z.B. irischen Steuer­sätzen für die Tochterge­sellschaft sicher­lich inter­es­sante Gestal­tungsmöglichkeit­en…