RAPEX und die Produktsicherheit

Gestern fand sich in den Nachricht­en die Mel­dung, dass die EU-Kom­mis­sion immer mehr unsichere Waren aus dem Verkehr zieht. Es gibt zwar EU-Vorschriften zur Pro­duk­t­sicher­heit, für die Durch­set­zung der Pro­duk­t­sicher­heitsvorschriften — und damit auch dafür, dass unsichere Pro­duk­te aus dem Markt genom­men wer­den — sind jedoch die Mit­glied­slän­der zuständig. Die EU-Kom­mis­sion hat hier eine andere Auf­gabe:

<span class=RAPEX und die Produktsicherheit" title="RAPEX und die Produktsicherheit" srcset="https://www.europalupe.eu/wp-content/blogs.dir/14/files/sites/14/2019/01/EZB_13.jpg 1920w, https://www.europalupe.eu/wp-content/blogs.dir/14/files/sites/14/2019/01/EZB_13-300x225.jpg 300w, https://www.europalupe.eu/wp-content/blogs.dir/14/files/sites/14/2019/01/EZB_13-768x576.jpg 768w, https://www.europalupe.eu/wp-content/blogs.dir/14/files/sites/14/2019/01/EZB_13-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px">

Um Pro­duk­t­sicher­heit zu gewährleis­ten, unter­hält die Kom­mis­sion mit “RAPEX” ein Schnell­warn­sys­tem für alle gefährlichen Kon­sumgüter, mit Aus­nahme von Lebens­mit­teln, Arzneimit­teln und Medi­z­in­pro­duk­ten. Wenn ein Pro­dukt in einem Mit­glied­s­land als gefährlich eingestuft wird, gibt RAPEX diese Infor­ma­tion an die 30 dem Sys­tem angeschlosse­nen Län­der weit­er, damit der Ver­trieb des Pro­duk­ts dort über­all eingestellt oder begren­zt wer­den kann.

Dementsprechend ist Übri­gens auch die gestern gemeldete Sta­tis­tik nur eingeschränkt aus­sagekräftig: So nahm zwar nach der PAREX-Sta­tis­tik die Zahl der vom Markt genomme­nen gefährlichen Pro­duk­te 2008 im Ver­gle­ich zum Vor­jahr um 16 % zu. In mehr als der Hälfte der Fälle waren dabei Spielzeuge, Elek­trogeräte und Kraft­fahrzeuge betrof­fen. Der Anteil der poten­ziell gefährlichen Pro­duk­te aus Chi­na stieg von 52 % auf 59 % – Ergeb­nis zunehmender Ein­fuhren aus Chi­na und ein­er erhöht­en Wach­samkeit in den betrof­fe­nen EU-Län­dern. Diese Zahlen sagen jedoch nur etwas darüber aus, wieviele Pro­duk­te betrof­fen waren, aber nichts darüber, ob diese über­haupt in nen­nenswert­er Menge auf den Markt gekom­men sind.