SEPA-Lastschriften

Im Rah­men der Umset­zung des ein­heitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA soll zum 1. Novem­ber 2009 auch die über den Euro­pean Pay­ments Coun­cil (EPC) organ­isierte SEPA-Lastschrift starten, wobei die derzeit zur Ver­ab­schiedung anste­hende über­ar­beit­ete Verord­nung über gren­züber­schre­i­t­ende Zahlun­gen eine drei­jährige Über­gangsregelung für das Geschäftsmod­ell der SEPA-Lastschrift bis zum 1. Novem­ber 2012 vor­sieht. Bei der SEPA-Lastschrift kön­nten die Bankkun­den ihre Rech­nun­gen erst­mals im Lastschriftver­fahren auf bzw. von Bankkon­ten in allen 31 an SEPA teil­nehmenden Län­dern in Europa begle­ichen. Jet­zt haben die EU-Kom­mis­sion sowie die Europäis­che Zen­tral­bank näher erläutert, wie sie im Rah­men der Ein­führung und Umset­zung der SEPA-Lastschrift vorge­hen wollen.

SEPA-Lastschriften

Die EU-Kom­mis­sion verdeut­licht darin ihre Auf­fas­sung, dass ein all­ge­meines transak­tions­be­zo­genes Inter­banke­nent­gelt bei Lastschriften nicht erforder­lich ist. Aus Effizien­z­grün­den lassen sich der­ar­tige Inter­banke­nent­gelte, die bei Lastschriften von der Gläu­biger­bank an die Schuld­ner­bank zu zahlen sind, nicht recht­fer­ti­gen, und wahrschein­lich sind sie, so die Kom­mis­sion, daher mit den Kartel­lvorschriften der EU wed­er bei nationalen noch bei gren­züber­schre­i­t­en­den Transak­tio­nen zu vere­in­baren. Nach dem 1. Novem­ber 2012 soll­ten daher auf nationaler wie auf gren­züber­schre­i­t­en­der Ebene sowohl für SEPA-Lastschriften als auch für nationale, im „Altver­fahren“ getätigte Lastschriften andere Mech­a­nis­men an die Stelle des Inter­banke­nent­gelts getreten sein. Allerd­ings zeigen sich Kom­mis­sion und EZB offen für eine Diskus­sion zu einem möglichen Inter­banke­nent­gelt bei Fehltransak­tio­nen, da es als Anreiz zu deren Ver­mei­dung dienen und damit das effiziente Funk­tion­ieren der SEPA-Lastschrift fördern kön­nte.