Inter­na­tio­na­les Fami­li­en­recht – ein Über­blick

Das inter­na­tio­na­le Fami­li­en­recht gewinnt immer mehr an Bedeu­tung. Auf­grund der immer ein­fa­che­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten wer­den zuneh­mend mehr inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen und auch Ehen ein­ge­gan­gen. Dar­aus ergibt sich die Fra­ge wel­ches Recht auf die Ehe­schlie­ßung, die Schei­dung, die Rege­lung des Güter­rechts, das Unter­halts­rechts und der Sor­ge- sowie des Umgangs­rechts Anwen­dung fin­det. Bei Ihrem Fach­an­walt für Fami­li­en­recht in Leon­berg und Stutt­gart kön­nen Sie sich bei die­sen Fra­gen fach­kun­dig bera­ten las­sen, damit Sie und Ihr Part­ner die opti­ma­le Lösung fin­den.

Inter­na­tio­na­les Fami­li­en­recht – ein Über­blick

Gere­gelt wer­den die­se Fra­gen vom inter­na­tio­na­len Pri­vat­recht, wel­ches wie­der­rum in EU-Ver­ord­nun­gen, völ­ker­recht­li­chen Abkom­men oder dem nach­ran­gi­gen natio­na­len Recht zu ent­neh­men ist. Vor allem beim Abschluss eines Ehe- oder Part­ner­ver­tra­ges ist es wich­tig zu klä­ren, wel­ches Recht ange­wandt wer­den soll.

Mög­li­che Inhal­te eines Ehe­ver­tra­ges

In einem Ehe­ver­trag kön­nen die Ehe­gat­ten regeln, wie die güter­recht­li­chen Ver­hält­nis­se im Fal­le einer Schei­dung aus­se­hen sol­len. Die güter­recht­li­chen Ver­hält­nis­se bezie­hen sich auf Ver­mö­gens­be­zie­hun­gen inner­halb der Ehe. Die Ver­ein­ba­run­gen dazu wer­den indi­vi­du­ell von den Ehe­leu­ten im Ver­trag getrof­fen. Zusätz­lich zum Güter­stand kön­nen Ange­le­gen­hei­ten wie Alters­ver­sor­gung und Unter­halts­zah­lun­gen im Ehe­ver­trag gere­gelt wer­den. Wer­den im Ver­trag durch die Ehe­gat­ten kei­ne Rege­lun­gen getrof­fen, bzw. besteht kein Ehe­ver­trag ist vor­ge­se­hen, dass es einen Ver­sor­gungs­aus­gleich unter den Ehe­leu­ten gibt im Fal­le einer Schei­dung. So wird die Ren­ten­an­wart­schaf­ten gericht­lich ver­teilt. Hat ein Ehe­part­ner wegen Kin­der­er­zie­hung oder Krank­heit weni­ger Ren­ten­an­sprü­che erwirt­schaf­ten kön­nen, muss der ande­re Part­ner beim Ein­tritt ins Ren­ten­al­ter dem jeweils ande­ren einen Aus­gleich zah­len. Falls dies nicht gewünscht ist, kann es mit einer Klau­sel im Ehe­ver­trag umgan­gen wer­den. Oft­mals wer­den in Ehe­ver­trä­gen auch Klau­seln zum Unter­halt fest­ge­hal­ten. Schei­det sich ein Ehe­paar, gibt es drei Arten von Unter­halt die in Betracht gezo­gen wer­den kön­nen. Vom Zeit­punkt der Tren­nung bis zur Rechts­kräf­tig­keit der Schei­dung kann ein Anspruch auf Tren­nungs­un­ter­halt bestehen. Nach Voll­zug der Schei­dung kann Anspruch auf nach­ehe­li­chen Unter­halt durch­ge­setzt wer­den. Sobald Kin­der im Sze­na­rio invol­viert sind, sind bei­de Eltern­tei­le zum Kin­des­un­ter­halt ver­pflich­tet. Der­je­ni­ge, der das Kind im eige­nen Haus­halt betreut und pflegt, kommt die­ser Pflicht nach und muss kei­ne wei­te­ren mone­tä­ren Leis­tun­gen erbrin­gen. Für den ande­ren Ehe­part­ner besteht die Bar­un­ter­halts­pflicht. Die Höhe die­ser Beträ­ge sowie die Fra­ge wel­cher der Ehe­part­ner zur Zah­lung ver­pflich­tet ist, lässt sich auch im Ehe­ver­trag fest­set­zen. Falls einer der bei­den Ehe­part­ner vor der Ehe­schlie­ßung viel Ver­mö­gen besitzt, oder selb­stän­di­ger Unter­neh­mer ist, ist es rat­sam eine Güter­tren­nung im Ehe­ver­trag fest­zu­le­gen. Im Fal­le der Schei­dung wird so das eige­ne Ver­mö­gen sowie die Zuge­win­ne, wel­che im Lau­fe der Zeit der Ehe ent­stan­den sind, nicht ange­tas­tet. Damit der Ehe­ver­trag alle gesetz­li­chen Bedin­gun­gen erfüllt, emp­fiehlt es sich die­sen von einem fach­kun­di­gen Anwalt auf­stel­len zu las­sen.